Der Ursprung der Stadt ist eine slawische Burg, die zur Zeit der askanischen Markgrafen erweitert wurde und in deren Schutz sich entlang der Heer- und Handelsstraße von Berlin - Chorin - Oderberg eine Kietzsiedlung entwickelte. Im Jahre 1258 wurde Biesenthal als Bisdal erstmals urkundlich erwähnt. 1315 erhält Biesenthal das Stadtrecht. Mehrere Großbrände (1580, 1632 und 1756) hatten für Biesenthal verheerende Folgen, denn wichtige Zeitdokumente (Urkunden, historische Abläufe) sowie die historische Bausubstanz fielen den Flammen zum Opfer. Ein Wohnhaus in der Schulstraße blieb jedoch verschont und besteht noch heute.
Eines der ältesten Häuser von Biesenthal ist in der heutigen Schulstraße
mit der
Hausnummer 10 gelegen. Verschont vom großen Stadtbrand 1756, gehörte
es
dem Berliner Magistratssekretär Herrn Hintze. Es trägt die Inschrift:
Si Deus pro nobis quis contra nos (wenn Gott mit uns ist, wer ist gegen
uns)
mit der Jahreszahl MDCCVII (1707).




Im 19. Jahrhundert bezeichnete man Biesenthal als Ackerbürgerstädtchen
und die Wehr-, Stadt- und Hellmühle bekamen große Bedeutung.
Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Biesenthal immer mehr zu einem
Kur- und Erholungsort. Im Jahre 1925 wurde das neu gestaltete Strandbad
am Wukensee eröffnet. Nach seiner Rekonstruktion, entsprechend historischem
Vorbild im Frühjahr 1999, präsentiert es sich nun als Perle für
jeden Bade- und Naturfreund.Im Jahre 1934 wurde der Stadt Biesenthal die
Berechtigung erteilt die Bezeichnung Luftkurort zu führen. Die Entwicklung
der Stadt im Sinne dieser Bezeichnung wurde leider durch den zweiten Weltkrieg
unterbrochen. Im Jahre 2008 feierte die Stadt Biesenthal 750
Jahre Ersterwähnung.
Ortschronistin:
Frau G. Poppe
Tel. 0 33 37 / 4 01 59
Biesenthal heute




Wohnblöcke
Im Jahre 1999/2000 wurden die fünf Wohnblöcke grundlegend saniert.
In der Nähe ist eine Grundschule, Kindertageseinrichtung und
mehrere Einkaufsmöglichkeiten.
OT Danewitz
Der OT Danewitz wurde im 12. Jahrhundert gegründet und fand seine erste
urkundliche Erwähnung als Clawus Danewitz im Jahre 1364. 1375 wurde
es im karolinischen Landbuch als freies deutsches Bauerndorf beschrieben.
Die Kirche stammt aus dem 12./13. Jahrhundert, wurde jedoch nach einem Großbrand
im Jahre 1826 fast vollständig zerstört und 1832 wieder aufgebaut.
Der mittelalterliche Feldsteincharakter ist dabei verloren gegangen. Sie
steht unter Denkmalschutz, ebenso die 1595 errichtete Dorfschmiede, die
noch bis 1974 als Hufschmiede genutzt wurde. Von den insgesamt 12 alten
Feldbacköfen steht der auf dem Grundstück an der Dorfstraße
48 unter Denkmalschutz. Die Anlage liegt hinter den Höfen und ist vom
Dorf abgewandt, d.h. zur Offenlandschaft gerichtet. Dies geht auf eine Bauanordnung
nach dem Großbrand zurück. Aus Brandschutzgründen durften
die Backöfen nicht mehr in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser
errichtet bzw. betrieben werden. Heute charakterisiert diese Art der Feldbacköfen
das Dorf Danewitz weit über das Amtsgebiet hinaus.




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