




weitere Ansichten von Klobbicke
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Zur Entwicklungsgeschichte des Dorfes Klobbicke aus der Chronik ältester Zeit
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1942
Errichtung Feldsteinkirche
Eine der ältesten Schule im Kreis Oberbarnim, „Hans der Küster“
wird schon im 16. Jahrhundert erwähnt.
Die Schulen unterstanden lange Zeit der Kirche, deshalb fand man sie auf
den Dörfern immer in dessen Nähe.
Der Lehrer war gleichzeitig Kirchendiener - der Küster. Die Bezahlung
erfolgte in Form von Naturalien.
Globig erstmals urkundlich erwähnt, trägt seinen Namen nach der
ritterbürgerlichen Familie
von Globig, die man als Gründer des Dorfes ansehen kann.
Die Schreibung des Dorfnamens hat sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt,
in
Urkunden 1360 Clobbik, 1375 Klobik, 1450 Globeke, 1451 Klobbick, danach
Klobbicke
Zitat aus der Klobbicker Chronik
: ... "Klobbicker Festlegung"
älteste Nachricht im Carolinischen Landbuch über den Ort –
Klobbicke hat 46 Hufe, davon
4 Hufe der Pfarrer, 1 Huf die Kirche. Ein Rittergut mit herrschaftlichem
Schloss, es stand
teils auf dem Kirchhof, auf dem Grundstück des Schlächters Sievert
– Lindenstraße 29, Fred Struwe
und dem Grundstück des Halbbauern Liese – Lindenstraße
23, Scheffler.
die älteste Urkunde über den Ort Klobbicke gibt folgende Auskunft
über die Besitztümer:
18 Herrschaftshufen, 6 Freiwillige, 4 Pfarr-, 1 Kirchen- und 17 Bauernhufen,
außerdem
werden noch 9 Kossätenhöfe, 1 Hirte, 1 Pachtschäfer, 2 Müller
und 1 Schmied erwähnt.
Klobbicke ist abgebrannt, es standen 2 Bauernhöfe
Pfarrer und Kirche ist abgebrannt
Unter Oberaufsicht des Amtes Biesenthal wird ein Vorwerk mit einem zweigeschossigen,
ziegelgedeckten Wohnhaus mit großem Wirtschaftshof (3 Torwege), bestehend
aus einem Viestall, 2 Scheunen,
Kellerhaus, Schäferei und Brauhaus, errichtet und verpachtet.
Kirchturm erbaut – bestand aus einem Holzgerüst, war mit Brettern
bekleidet und einem Dach versehen.
In Griebens Reiseführer – Freienwalde, Eberswalde, Chorin –
Bd. 69 von 1915 kann man u.a. nachlesen:
„Man tut gut, dem Fließ (Nonnenfließ) noch über die
Liesenkreuz genannte Stelle, wo sich eine Brücke
und ein kleiner Waldpavillon befindet, zu folgen, weil hier der wilde Charakter
der Gegend sich noch
deutlicher zeigt. Die Bezeichnung Liesenkreuz (Elisenkreuz) stammt von einem
Kreuz, das hier in früheren
Zeiten an der Stelle, wo ein Schäfer seine ungetreue Braut ermordet
hatte, errichtet war. Östlich vom
Liesenkreuz gelangt man in 20-25 Min. zum Forsthaus Bornemannspfuhl (Erfrischungen,
Sommerwohnungen,
Spezialität sind selbstgekelterte Fruchtweine)“. Auch heute noch
sind Wanderungen entlang des Nonnenfließes
sehr beliebt und entspannend. Hier kann man seine Seele richtig baumeln
lassen
Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Preußen
Pachtverhältnis gelöst, das Amtsvorwerk wurde unter 6 Kolonisten
aufgeteilt:
Peter Schmidt, Wilhelm Zell, Heinrich Jost, Christian Pritzkow, Friedrich
Wust und Martin Wegwarth
198 Einwohner darunter 11 Bauern, 5 Kossäten, 1 Küster, 1 Unterförster,
2 Wassermüller,
5 Bündner, 3 Einlieger, 2 Hirten und 8 Kolonisten 1787 Handwerker wie
2 Wassermüller,
1 Schneider, 4 Garnweber, 11 Bauern, 5 Kossäten, 1 Unterförster,
5 Bündner und 2 Hirten
212 Einwohner mit Bornemannspfuhl, Mittelmühle und Neue Mühle
330 Einwohner mit Bornemannspfuhl und Mittelmühle
Verleihung des Jagdrechtes durch die Gemeinde, wurde bis dahin von den königlichen
Förstern ausgeübt
hat der Bündner und Müller Lehmann südwestlich von Klobbicke
eine Windmühle aufgebaut (am Storchennest),
weitere Besitzer waren: Märschel, Friedrich Schiele und Wilhelm Klockow
– dieser verkaufte 1904 die Mühle als Brennholz
406 Einwohner ohne Mühlen
Schulneubau – massiv; Lindenstraße 26, Werner Zeilinger
erfolgten Baumaßnahmen wie Neubau der Lehrerwohnung, Einbau einer
Tür zum Hof
Friedenseiche gepflanzt – Lindenstraße 17, Willi Brunow (Nach
Kriegsende mit Frankreich)
Einführung der Kreisordnung, Wahl Gemeindevorsteher für jeweils
6 Jahre
Volkszählung 465 Einwohner
Volkszählung 415 Einwohner
28. Januar – 22. Februar ist die Schule wegen Masern ausgefallen,
von 77 Kindern blieben nur
6 von dieser Krankheit verschont.
Volkszählung 360 Einwohner
Der ganze Turm der Kirche, (sie besitzt 3 Glocken zwei größere
und eine kleine) wurde abgebrochen,
weil dieser beim Läuten der Glocken 30–40 Zentimeter schwankte,
für die Glocken und Bahren wurde
ein Schuppen auf dem Kirchhof errichtet. Anschaffung der Turmuhr 1881.
Volkszählung 356 Einwohner
Am 19. August war im Stadt- und Landboten (Tagesblatt für Eberswalde)
zu lesen:
„Klobbicke“, früher auch Globike genannt, ist ein Kirchdorf
1 1/8 Meile südlich von
Neustadt Eberswalde gelegen. Die alte Schreibweise Globike führt zu
der Vermutung,
dass einst das Nonnenfließ, an welchem das Dorf liegt, „Beke“
(Bach) oder Globeke geheißen
und von diesem das Dorf seinen Namen erhalten hat“.
Der Bauinspektor Peveling aus Eberswalde sah sich im Sommer die Altertümlichkeiten
der hiesigen Kirche an. Lehrer Haack kratzte einen eingemauerten Sandstein
frei und zum Vorschein
kam die Gestalt eines Ritters in natürlicher Größe und verschiedene
Wappen wurden freigelegt.
Dieser Ritter stellt Hans von Termow dar, der zur Zeit des Kurfürsten
Joachim II. hiesiger Gutsbesitzer war.
Der Stein enthält die Inschrift: „Anno 1575 I AR.. Habe ich Hans
von Termow diesen noch beim Leben machen lassen“.
9. Februar bis 1. April war die Schule geschlossen – Grund: Scharlach
und Diphterie im Dorf
1. Oktober Chausseebau von Eberswalde zum Bahnhof Biesenthal.
Volkszählung 355 Einwohner
Kaufmann Grawert baut sein Wohnhaus, Lindenstraße 44, Wohnhaus Grögor
14. Februar Gründung des Pfeiffenklub „Blaue Wolke“, Mitgliedertreff
1x wöchentlich, monatlicher Beitrag 30 Pfennig
Februar Gründung Schützenverein und 11. Juni erstes Schützenfest
in Klobbicke
24. Juni Fahnenweihe des Schützenvereins
1. Dezember Volkszählung 350 Einwohner
Die Windmühle (1850 erbaut) wird seit ca. 6 Jahren nicht mehr genutzt.
Zitat aus der Klobbicker Chronik:
... "Das Kranzabtanzen zur Hochzeit in Klobbicke"
* 14. April Beginn der Bauarbeiten des Kirchturmes
* 5. Juli hat der Kirchturm eine Höhe von 12 m erreicht
* 16. August ist Richtfest
* 25. August vom Turm erblickt man den alten Stern, Wetterfahne und den
Knopf
* 29. August wurden die Glocken hochgezogen
* 25. November ist die Turmuhr wieder auf ihrem Platz
19. November Einweihung der Kirche
19. Juni nimmt die Gemeinde einen Kredit von 5.500,00 Mark für Restkosten
des Kirchenbaus auf
im September wurde auf dem Friedhof eine Leichenhalle gebaut
Der Maurer Hermann Buchwald hat an der Chaussee nach Tuchen ein Wohnhaus
mit Stall gebaut, Lindenstraße 49,
Henry Münchow – die Straße wird abends von 7 Lampen erhellt
8. Januar wird die Neue Mühle gerichtlich für 23.000,00 Mark an
Berger aus Berlin verkauft. Friedrich Lamm
(Eigentümer der Mittelmühle) und Karl Hintze (Eigentümer
der Neuen Mühle) haben anfangs noch Korn
gemahlen, seit ca. 15 Jahren werden hier Bretter und Balken geschnitten.
Übernahme der Mittelmühle von Ernst Lamm (Friedrich Lamm der Vater
ist verstorben)
1. Dezember Volkszählung 285 Einwohner
Vor 60 Jahren (1856) gab es in Klobbicke noch 10 Bauernhöfe
Ende des Jahres werden die Schule Klobbicke und Tuchen vereinigt
28.09.1959 Entstehung des Oberschulbereiches Grüntal, in Klobbicke
wurden alle Schüler
der Klasse 5/6 aus Grüntal, Tuchen und Klobbicke unterrichtet, die
Klassen 7/8 aus den 3 Dörfern
gingen in Grüntal zur Schule 1959/60 endete das Bestehen der Schule
in Klobbicke
amt-biesenthal-barnim