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Kommunale Wärmeplanung im Amt Biesenthal Barnim
Eignungsprüfung liefert erste Orientierung für Amt Biesenthal-Barnim
- Frühzeitige Einschätzung zur Wärmeversorgung einzelner Gebiete
- Eignungsprüfung schafft Orientierung für die weiteren Planungsschritte
- Keine Festlegung auf bestimmte Heiztechnologien oder Versorgungsformen
Amt Biesenthal-Barnim, 10.08. 2026. Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) hat das Amt Biesenthal-Barnim die gesetzlich vorgesehene Eignungsprüfung durchgeführt. Ziel dieser frühen Analysestufe ist es, erste Hinweise darauf zu gewinnen, welche Teilbereiche in den Gemeinden des Amtsgebiets nach aktuellem Kenntnisstand voraussichtlich eher für eine dezentrale Wärmeversorgung geeignet sind.
Die Eignungsprüfung stellt einen wichtigen Zwischenschritt innerhalb der Kommunalen Wärmeplanung dar. Sie dient dazu, den weiteren Planungsprozess gezielt auf die örtlichen Gegebenheiten auszurichten und frühzeitig Orientierung zu schaffen. Dabei handelt es sich ausdrücklich noch nicht um eine abschließende Bewertung oder Entscheidung über die zukünftige Wärmeversorgung einzelner Gebiete.
Was wurde geprüft?
Zu Beginn der Kommunalen Wärmeplanung wurde das Amtsgebiet darauf untersucht, welche Teilbereiche in den Gemeinden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für eine leitungsgebundene Wärmeversorgung über ein Wärmenetz oder ein Wasserstoffnetz eignen. Grundlage dieser ersten Einschätzung sind unter anderem die vorhandene Infrastruktur, die Siedlungsstruktur, der daraus ableitbare Wärmebedarf sowie erkennbare Potenziale für erneuerbare Wärme oder unvermeidbare Abwärme.
Auf dieser Basis werden Bereiche identifiziert, in denen eine zentrale Wärmeversorgung nach derzeitigem Kenntnisstand voraussichtlich weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Diese Gebiete werden zunächst als Bereiche mit möglicher dezentraler Wärmeversorgung betrachtet.
Rechtliche Grundlage
Die Eignungsprüfung ist im Wärmeplanungsgesetz §14 verankert. Sie soll frühzeitig aufzeigen, welche Gebiete voraussichtlich nicht für eine Versorgung über Wärme- oder Wasserstoffnetze geeignet sind. Damit bildet sie eine wichtige Grundlage für die folgenden Analysen und Bewertungen im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung.
Vorläufiges Ergebnis
Die im Rahmen der Eignungsprüfung gekennzeichneten Bereiche werden zunächst als potenzielle Gebiete für eine dezentrale Wärmeversorgung eingestuft (siehe Grafik unten). Nach heutigem Kenntnisstand ist dort eher nicht mit einem Wärme- oder Wasserstoffnetz zu rechnen. Die Wärmeversorgung würde in diesen Bereichen voraussichtlich direkt an den jeweiligen Gebäuden erfolgen.
Die Übersichtskarte kann digital über folgenden Link eingesehen werden:
Warum die Ergebnisse noch nicht endgültig sind
Die Eignungsprüfung erfolgt zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Wärmeplanung. In den kommenden Arbeitsschritten werden detailliertere Daten zu Gebäuden, Wärmeverbräuchen, bestehenden Leitungsnetzen sowie potenziellen Wärmequellen ausgewertet. Auf Grundlage dieser vertieften Analysen können sich die aktuellen Einschätzungen noch verändern.
Das Amt Biesenthal-Barnim weist daher darauf hin, dass die jetzt veröffentlichten Ergebnisse ausschließlich der Orientierung dienen und keine verbindliche Festlegung für die zukünftige Wärmeversorgung darstellen.
Was bedeutet das für Bürgerinnen und Bürger?
Für Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter ergeben sich aus der Veröffentlichung der Eignungsprüfung keine unmittelbaren Verpflichtungen. Die dargestellten Ergebnisse schreiben niemandem den Einbau einer bestimmten Heizungsanlage vor. Ebenso stellen sie keine Zusage für den Bau eines Wärmenetzes oder einen künftigen Netzanschluss dar. Verlässlichere Aussagen werden erst nach den weiteren Untersuchungen im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung möglich sein.
Wie geht es weiter?
Im weiteren Verlauf der Kommunalen Wärmeplanung werden die Bestands- und Potenzialanalysen vertieft. Auf dieser Grundlage entwickelt das Amt Biesenthal-Barnim in Zusammenarbeit mit den Kommunen des Amtes konkrete Szenarien und Strategien für eine zukunftsfähige, klimafreundliche Wärmeversorgung. Die Ergebnisse werden anschließend öffentlich vorgestellt und bilden die Grundlage für die weitere politische Beratung und Beschlussfassung.
So wollen wir in Zukunft heizen: klimafreundlich, sicher und bezahlbar.
Genau das klärt die Kommunale Wärmeplanung, die jetzt offiziell bei uns gestartet ist.
Gemeinsam mit den sechs Kommunen des Amtes Biesenthal-Barnim entwickeln wir einen interkommunalen Wärmeplan – mit dem Ziel, unsere Wärmeversorgung bis 2045 klimaneutral aufzustellen.
Was bedeutet das konkret?
- Analyse des heutigen Wärmebedarfs
- Prüfung von Wärmenetzen & dezentralen Lösungen (z. B. Wärmepumpen)
- Nutzung regionaler erneuerbarer Potenziale
- Keine Heizungsverbote – sondern Orientierung & Planungssicherheit
Wichtig dabei: Transparenz und Beteiligung!
Politik, Fachakteure und Bürger:innen werden im gesamten Prozess informiert und eingebunden.
Die Kommunale Wärmeplanung ist unser Fahrplan für die Wärmewende vor Ort – realistisch, datenbasiert und gemeinsam gedacht.
Die Ergebnisse stellen wir nach Abschluss in einer öffentlichen Versammlung vor.
Über den Stand der Wärmeplanung informieren wir künftig regelmäßig auf unserer Website und über das Amtsblatt für das Amt Biesenthal-Barnim.
Ansprechpartner: Das Amt Biesenthal-Barnim erstellt den Kommunalen Wärmeplan mit Unterstützung der EWE NETZ GmbH, Geschäftsfeld Energienetze Kommunale Wärmeplanung. Für Fragen zur Kommunalen Wärmeplanung steht Ihnen der Projektleiter des Amtes, Herr Nerlich zur Verfügung:
Tel.: 03337 / 4599-83
Mail: nerlich@amt-biesenthal-barnim.de