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Kultur, Geschichte und Gegenwart im Ort Tuchen

Die Ortsteile Trampe und Tuchen-Klobbicke waren vor dem Gemeindezusammenschluss im Jahr 1998 selbständige Gemeinden.

Zur Entwicklungsgeschichte des Dorfes Tuchen aus der Chronik ältester Zeit

„Wenn sie in Klobbicke juchen, hören sie’s in Tuchen“ - Dieser alte Volksspruch deutet schon an, dass beide Orte nebeneinander liegen.

Das Dorf Tuchen ist wohl eine deutsche Gründung, trägt den Namen offensichtlich nach der Familie „von Tuchem“ 
(so Siedlungsname ursprünglich geschrieben).

1208 kommt am Hofe des Askaniers, des brandenburgischen Markgrafen Albrecht II., ein Alexander von Tuchem vor
   
1232 Tuchem, das Pfarrdorf diente den Rittern Alexander und Rudolf von Tuchem als Wohnsitz. Die Schreibweise des Dorfnamen hat sich in den Jahrhunderten gewandelt, in Urkunden 1375 Tuchum, Tucham, Tuchem; 1412 Tucham; 1459 Tuchim; 1499 Tuchen
   
1375 wird Tuchen erstmals urkundlich im Landbuch Kaiser Karls IV. genannt und gehört mit 44 Hufen zu seiner Feldmark=2640 magdeb. Morgen, stimmt mit dem heutigen Umfang von 668,9 Hektar fast genau überein.
   
1595 berichtet das Biesenthaler Erbregister „Tuchen hat der Kurfürst von denen von
Holzendorf gekauft mit allen Gnaden und Gerechtigkeiten“.
Es wird weiterhin berichtet:
Das Gotteshaus hat etliche Fleck Landes:

- 3 Morgen lieget gegen die Vördemülle,
- 3 Morgen lieget nach den Kivitpfülen,
- 2 Morgen auf die 13 Ruten und 5/4 Morgen beim dicken Pfuhl.

Dort wohnen 2 Hüfner, 8 Kossäten und 1 Müller. Die Hüfner und Kossäten müssen allerlei Dienste tun und der Müller Angaben leisten.

   
1634 im Kontributsprotokoll heißt es: „Tuchen ist ein Biesenthal’sches Amtsdorf, hat 1 Vorwerk, 2 Bauern-Hufe und 8 Kossäten-Hufe“. Die Kriegssteuern, auferlegt vom Herzog Franz Carl Regiment, waren besonders hart. Es wurden zusammenfassend erpresst:
- 150 Taler 3 Groschen 6 Pfennig in bar,
- 1 Wispel und 6 Scheffel Roggen,
- 2 Wispel Hafer,
- 10 Scheffel Gerste,
- 19 Hammel,
- 6 Brote und 24 Fuder Heu
   
1680 liest man im beginnenden Kirchenrechnungsbuch, die Kirche sei „in schlechten Würden und sieht so aus, dass es jeden jammert, gestalt denn bei Regenwetter niemand darin trocken sitzen kann. Auch allenthalben die Wände, deren einige allbereit ausgefallen, insbesondere der Teile gegen Abend, so nebst dem Türmchen dem Einfall drohen“.
1682 brannte das halbe Dorf nieder
   
1704 ist die Tuchen’sche Glocke von J.F. Thielen in Berlin für 10 Taler und 19 Groschen umgegossen worden, sie trug die Inschrift „Soli deo Gloria“. Die Gemeinde sammelte dafür 9 Taler und 5 Groschen.
   
1711 schreibt der Biesenthaler Amtmann Neuendorf (Tuchen wurde 1595 vom Kurfürsten von Brandenburg gekauft und von diesem Zeitpunkt an vom Amt Biesenthal verwaltet) an den Preußenkönig:
„Ihro Königliche Majestät in tiefster Demut und Untertänigkeit vermöge meines Amtes, wie das die Kirche Tuchen unter Ihro Amte Biesenthal gelegen, in solchem miserablen Zustande, dass darinnen ohne Lebensgefahr dem lieben Gott unmöglich mehr gedient werden, weil sie altershalben augenblicklich dem Einfall drohet“.
Und nach der Bitte um finanzielle Hilfe und die Bereitstellung von Baumaterial schreibt er weiter, dass die Kirche „übern Haufen geworfen und ganz neu erbaut werden muß“.
„Ihro Majestät“ zeigte sich auch gnädig und gewährte einen finanziellen Zuschuß von ca. 25 Talern. Die Dorfbewohner spendeten 100 Taler. Bei Abrissarbeiten wurde das verlorengeglaubte „Kirchen=Käßchen“ gefunden, das 23 Taler erhielt – der Wiederaufbau der Kirche gesichert. In diesem Jahr wurde das Kirchenschiff errichtet.
   
1718 wie es die Wetterfahne ausweist – Vollendung des Turms.
Der Wiederaufbau ist hauptsächlich der Tätigkeit des Pfarrers Schütze zu verdanken. Als Dankbarkeit stiftete die Gemeinde ein lebensgroßes Bildnis, dass den Geistlichen im Taler zeigt.
1734 94 Einwohner; 1 Buschläufer
   
1750 25. Juni brannten auf dem Vorwerk Ställe, Scheunen, Schafstall und 2 Kossätenhäuser durch Blitzschlag nieder
   
1763 Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Preußen
   
1764 das Gutsvorwerk wurde aufgelöst und an 5 „eingewanderte Ackersleute“ mit je 127 Morgen Acker und 12 Morgen Wiese aufgeteilt
   
1807 berichtet der Amtmann Fischer zu Biesenthal der Regierung folgendes:
„Das die Gemeinde zu Tuchen sich in sehr traurigen Umständen befindet, ist bekannt; auch ist es wahr, dass sie in den kriegerischen Unruhen durch Plünderungen und Erpressungen viel gelitten hat. Hierzu kommen noch die täglichen Vorspannleistungen und Lieferungen aller Art. Es ist nach meiner Ansicht nicht möglich, dass diese Menschen, wenn die jetzige Lage der Dinge nicht bald eine bessere Gestalt gewinnt, bestehen können. Verdienst ist jetzt nicht und doch sind tägliche Ausgaben unvermeidlich. Ich habe es mit eigenen Augen gesehen, dass mehrere Glieder aus der Gemeinde Zugvieh und auch die zur Subsistenz (Lebensunterhalt) so sehr notwendigen Kühe haben verkaufen müssen“.
   
1820 begann man mit der Verteilung der Ländereien, sowie der Grenzlegung von Tuchen und Klobbicke; die Grenze bildet das Nonnenfließ, die Gesamtlänge beträgt 9600 m, davon 2500 m auf Tuchener Flur.
   
1847 bekamen die ersten Besitzer Eigentum verliehen
   
1848 wurden Flurkarten erstellt
   
1849 der Kirchhof wird geschlossen; seitdem wird der neue Friedhof nördlich vom Dorfe benutzt
   
1864 wurde an das Anfang des 19. Jahrhundert erbaute Fachwerkschulhaus, ein Anbau, in dem die Lehrerwohnung Platz fand, errichtet – Wohnhaus, Kirchstraße 6
   
1875 Gründung des Kriegervereins; Friedenseiche vor dem Schulhaus gepflanzt
   
1926 Im Oberbarnimer Kreiskalender ist das älteste Haus des Dorfes - ein altes Fachwerkhaus - abgebildet.
- das ehemalige Wilke’sche Mühlenhaus, dazu gehörte die auf dem Klapperberg gestandene Bockwindmühle, jetzt Berendtsches Bauernhaus mit Holzbeschlag, Wendelbogen und Strohdach (wurde 1975 für den Bau der neuen Verkaufseinrichtung abgerissen. Standort: Parkplatz/Feuerwehrgebäude, Kirchstraße 10
- die 95jährige Mutter Behrendt kennt aus ihrer Kinderzeit auch noch die „Spinnstube“ und die eigenartigen Flurnamen der Feldmark wie: die Kivitpfühle, den dicken Pfuhl, den Bubenword, den Vosswinkel, die Galgenstücke und die Angerenden
   
1922 bis
1927
wiederholte Verhandlungen über den Schulneubau.
   
1925 die Gemeindevertretung beschließt den Schulneubau und beantragt 1/3 der Kosten durch den Staat
Sie bittet die Kirchengemeinde um Verzicht Ihrer Rechte am alten Schulgebäude, damit durch Verkauf des Grundstücks eine weitere Tilgung eintritt.
   
1927 lehnt die Kirchengemeinde den Schulneubau aus Kostengründen ab. Die Gemeinde genehmigt den Schulneubau – nur unter der Bedingung, dass sie einen staatlichen Zuschuss erhält.
   
1928 beschließt die Gemeinde, mit Hilfe des Zuschusses von 8.000,00 Reichsmark, die Schule selbst zu bauen, die sodann Eigentum der Gemeinde ist.
   
1929 beschließt die Gemeinde, mit dem Schulbau zu beginnen. Dafür wird von Frau Richter am nordwestlichen Eingang des Dorfes 1 Morgen Land durch Flächenaustausch erworben und das alte Schulhaus verkauft.
   
1930 29. November - Einweihung der neuen Schule - Gemeindezentrum, Mühlenweg 34,
Unterrichtsbeginn am 1. Dezember
   
1931 die Baukosten betragen 32.413,84 Reichsmark, der Staat übernimmt 18.608,45 Reichsmark,
   
1959 entstand der Oberschulbereich Grüntal, die Tuchener Schule wurde Teiloberschule mit den
Klassenkombinationen 1/3 und 2/4.
   
1964/65 ließ sich der Lehrer Heinz Conradt nach Tuchen versetzen und unterrichtete die 1. und 3. Klasse
   
1967/68 wurde die Gemeinde Trampe dem Oberschulbereich Grüntal angeschlossen und der Mehrstufenunterricht verschwand. Die 1. und 2. Klasse wurde in Trampe, die 3. Klasse in Tuchen, die 4. bis 8. Klasse in Grüntal und die 9. und 10. Klasse in Eberswalde unterrichtet.
   
1979/80 wurde der Klassenraum in Tuchen nicht mehr für den Unterricht genutzt.
   
1984 Beginn der Um- und Ausbauarbeiten zum Kindergarten 01.03.1988 Eröffnung
31.08.1990 Schließung
   
2015 wurde im Gemeindezentrum Tuchen, dem geschichtsträchtigen Gebäude im Mühlenweg 35, von der Gemeindechronistin Karin Baron ein kleines Archiv aufgebaut und kann zu den bekannten Öffnungszeiten jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat und nach Vereinbarung besucht und genutzt werden.

Die Entscheidung über Abriss oder Rekonstruktion der Kirche übernahm im Jahre 1990 ein Windstoß geringer Stärke.
Das Kirchenschiff stürzte in sich zusammen - nur der Turm, mit Stützen versehen, konnte am Umfallen gehindert werden. Der Wiederaufbau wurde beschlossen und ausgeführt.

Heute finden hier neben kulturellen Veranstaltungen, wie Konzerten oder Vorträgen auch standesamtliche Trauungen statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite www.fachwerkkirche-tuchen.de. 

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